Bilder: Richter’s Fine Dining

Die Sansibar by Breuninger bekommt Konkurrenz: An diesem Samstag, 10. November, eröffnet Richter’s Fine Dining in der Stuttgarter Innenstadt fürs Publikum. Das Ambiente im ehemaligen H’ugo’s ist so hochwertig wie die Preise. Neben regionalen Besonderheiten stehen internationale Klassiker auf der Karte – und einige Highlights aus der Sylter Zeit des Machers.

Gut Ding will Weile haben: Ursprünglich wollte René Richter sein Fine Dining schon im März eröffnen. Er hatte die Location an der Friedrichstraße von Romulo Kurányi übernommen, der mit seinem H’ugo’s Insolvenz anmelden musste. Doch wegen eines spät entdeckten Wasserschadens hat sich alles in die Länge gezogen. Der Boden musste raus, das Lokal wurde komplett renoviert – was den Räumlichkeiten aber nicht geschadet hat. Bis auf die gefaltete Decke ist jetzt alles ganz schön anders im ehemaligen H’ugo’s: mit edlen Polstern, vornehmen Sitznischen und schweren Vorhängen. Auch die Kulinarik zeigt sich komplett neu. Statt Pizza, Pasta und Co. gibt es zum Beispiel Gaisburger Marsch Sylt Style – Richter hatte zuvor viele Jahre lang das Kamp’ner Pesel betrieben –, Lammcarré von Donald Russell oder Nordseesteinbutt und Hummer auf Schmorgurken und Kartoffelmousseline, dies zum Spitzenpreis von 48 Euro. Natürlich darf das US-Prime Rib-Eye (49 Euro) nicht fehlen. Erfreulich ist, dass ganz im Sinne der Nachhaltigkeit auch Txogitxu angeboten wird (38/49 Euro) – zartes Filet von der sogenannten Oma-Kuh.

„Wenn du weißt, wie viel Arbeit in einem Lebensmittel drinsteckt, dann genießt du es vielleicht auch ein bisschen bewusster“, sagt Richter selbstbewusst. Und weiter: „Die Erzeugnisse unserer Partner tragen entscheidend zum Qualitätsversprechen des Richter’s bei.“ Dazu zählen auch drei Spitzenweingüter der Region, die je mit einer „Edition Richter’s“ auf der Karte präsent sind: Rainer Schnaitmann, Markus Heid und das Weingut Aldinger.

Im Team, das René Richter zum Teil schon lange vor der Eröffnung zusammengestellt hat, steckt ebenso viel Potenzial: Küchenchef ist René Kraatz, den Stuttgarter noch aus dem Fässle kennen könnten. Maître Fabian Winkler hat sein Handwerk im Suvretta House in St. Moritz gelernt und war nach seiner Zeit im Kamp’ner Pesel im Berliner Reinstoff. Sommelier Marcus Stich wurde im Ochsen in Stetten ausgebildet und war einst mit Bernd Kreis in der Wielandshöhe.

Doch trotz aller hohen Ansprüche, die „kurz vor dem Stern liegen“: Auch vergleichsweise einfache Gerichte, die aber dennoch besonders sein sollen, gehören zum Konzept. Offenes Maultäschle vom Hummer etwa (als Vorspeise für 17 Euro) oder ein Veggie Burger für 18 Euro. Wichtig sind den Machern „ordentliche Portionen, die satt machen“ sowie ein Betrieb bis open end:  Ab 23 Uhr gibt es eine Nachtkarte. Und über allem steht René Richters Philosophie:  „Mit dem, was ich tue, Leute zu begeistern – das ist das, was zählt.“

Richter’s Fine Dining
Friedrichstraße 6, S-Mitte
Telefon 0711 / 505 00 50
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 12 bis 15 Uhr
und 18 Uhr bis open end

Samstag ab 18 Uhr,
Sonntag ist Ruhetag

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