(c) Philipp Maisel

Anfang April konnte tatsächlich die erste Mini-Ernte im Hinterhofgarten eingefahren werden. Daraus wurde ein erdig-würziges Blutampfer-Pesto.

Ich muss zugeben, nicht ganz ehrlich hinsichtlich des Hinterhofgartens gewesen zu sein. Der Startschuss fiel nicht erst seit Beginn dieser kleinen Serie, sondern schon im letzten Jahr, kurz nach dem Einzug in das neue Heim. Der zugewucherte Beetbereich hinter dem Hause wurde gerodet, neue Muttererde eingebracht und erste Versuche mit Tomaten, Chili und Kürbis wurden – durchaus nicht unerfolgreich – unternommen. Der Tweet von letzem Jahr gibt hierzu einen kleinen Rückblick.

Irgendwann im Spätsommer kamen mir dann noch zwei Samenpäckchen unter. Feldsalat und Blutampfer. Zum Feldsalat komme ich in einem späteren Post zurück. Beides war jedenfalls winterhart und entwickelt sich prächtig. So konnte ich vergangenes Wochenende gut 300 Gramm Blutampfer ernten.

Dieses Knöterichgewächs mit länglich-eiförmig Blättern und markanten roten Stielen und Adern zeichnet sich durch eine säuerlich Frische aus, wenn auch nicht so sehr wie der verwandte Sauerampfer. Schmeckt lecker als Salatbeigabe oder eingearbeitet in ein Omelette. Die Erntemenge gab aber so viel her, dass ich ein Pesto ausprobieren wollte.

Blutampfer-Walnuss-Pesto

  • 300gr Blutampfer (gewaschen, getrocknet)
  • 30gr Walnüsse
  • 30gr Parmesan
  • Kalt gepresstes Olivenöl (Menge nach gewünschter Viskosität des Pesto wählen)

Alles zusammen  mit dem Pürierstab/Blender aufmixen, abfüllen, fertig. Schmeckt gut als Basis für eine schnelle Pasta, auf Röstbrot oder zu cremigem Käse.

Tipp: Mit etwas Pankomehl und gehobeltem Parmesan zu einer Paste mischen, die dann auf ein gegrilltes Schweinekotelett auftragen und im Ofen oder auf dem Grill kurz gratinieren.

Auch interessant