Bild: Tilman Baur

Darauf scheinen die Degerlocher gewartet zu haben: Im Berolina-Haus hat das Café Olé eröffnet. „Es wollten schon Leute was bestellen, als wir mitten im Umzug waren“, sagt Gastronomin Simela Waigwa (auf dem Bild links mit Mitarbeiterin Özlem Bekdemir). Die Betreiberin will für alle da sein, für manche aber ganz besonders.

Nach dem Auszug eines Schuhgeschäfts stand der Laden an der Löffelstraße 1 direkt gegenüber der Zahnradbahn-Haltestelle lange leer. Am Montag hat ein neuer Mieter im Berolina-Haus seinen Betrieb eröffnet: die Gastronomin Simela Waigwa mit ihrem Café Olé. Schon am Vormittag herrschte reger Betrieb, die ersten Gäste tranken Cappuccino.

Waigwa freute sich über den Andrang, überrascht hat er sie nicht. „Es kamen schon Leute vorbei und wollten was bestellen, als wir noch mitten im Umzug waren“, sagt die 52-Jährige, die auf jahrelange Erfahrung in der Gastronomie zurückblickt, davon einige Jahren im Ausland. Sie ist fest überzeugt davon, dass ihr Tagescafé im Bezirk Anklang finden wird. Bäcker gebe es schließlich genug.

Ihr Konzept sehe ganz anders aus: Die Gäste im Café Olé sollen es sich gemütlich machen und verweilen. Für entsprechende Annehmlichkeiten ist gesorgt: Es gibt Steckdosen, drahtloses Internet und eine Spiele-Ecke. Waigwa hat Mütter mit Kindern im Blick, ebenso ältere und behinderte Menschen – das Café ist barrierefrei. „Ich habe den Eindruck, dass alte Menschen gerne rausgehen, aber oft kein richtiges Angebot haben“, so Waigwa. Aber ihr Café sei natürlich für alle offen.

Ihr Angebot beinhaltet neben Getränken kleinere Mahlzeiten: Salate, Sandwiches, wechselnde Tagessuppen und Kuchen. Wert legt Waigwa auf einen regionalen Bezug. So liefert ein Esslinger Großhändler die Salate, die Kuchen kommen aus einer kleinen Pfullinger Konditorei. Das Café ist zunächst täglich von 7 bis 19 Uhr geöffnet, mittelfristig sind längere Öffnungszeiten geplant.

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