Bilder: Ring, Lichtgut / Willikonsky

Wenn man seltener Fleisch isst, dann darf es ein besonders hochwertiges sein. Am besten aus der Region. Die von Christian List und Dirk Pohl gegründete Beef Society will Genießer aber auch mit anderen Produkten auf den Geschmack bringen – wie jetzt im Heuss am Killesberg im Rahmen einer „Genuss-Tour“. 

Obwohl es Leute gibt, die sich im Discounter über Schnäppchen aus der Fleischfabrik und im Restaurant über XXL-Schnitzel freuen: bewusstes Genießen ist in vieler Munde. Weniger ist mehr – das könnte auch das Motto der neuen Beef Society sein, die nun erstmals mit einer „Genuss-Tour durch den Süden“ gezogen ist. Freiburg, Ulm, Mannheim, Stuttgart und Rattenberg sind die Stationen auf dem Programm. Das kleine Rattenberg im Bayerischen Wald deshalb, weil dort der Hof von Ludwig „Lucki“ Maurer ist, viel gefragter Showkoch, Fleischexperte und Bio-Wagyu-Züchter  – jener Rinderrasse, die nach Überzeugung vieler das beste Fleisch der Welt ergibt, und eben auch das teuerste.

„Lucki für unseren Auftakt gewonnen zu haben ist wie ein Gütesiegel. Damit sind alle anderen Türen offen und wir brauchen nur noch durchzugehen“, sagt Dirk Pohl. Mit Christian List betreibt er in Cannstatt eine Agentur für Genussmarketing, deren „Herzensprojekt“ wiederum die neu gegründete Beef Society ist. „Wir richten uns an Liebhaber des Guten“, sagt List, der unter anderem das VfB-Clubrestaurant 1893, den Roten Hirsch und das Heuss am Killesberg betreibt, das praktischerweise auch als Stuttgarter Station der Genuss-Tour diente.

Dirk Pohl und Christian List von der Beef Society

Drei Dutzend Gäste haben sich im schicken Veranstaltungsraum des Heuss eingefunden, um das von Lucki Maurer kreierte Menü für 129 Euro zu genießen. Ohne begleitende Weine beziehungsweise: Die liefen extra und wurden vorgestellt von Felix Mayer, dem Juniorchef des Pfälzer Weinguts Mayerhof, einem der „Genuss-Partner“ der Beef Society. Exklusivität hat eben ihren Preis, aber neben Wagyu und Black Angus waren auch andere hochwertige Produkte wie Iberico-Schwein, Miéral-Geflügel, Hummer und Carabinero im Einsatz.

Einen gewissen Mehrwert sollen die Gäste durch Informationen über die Produkte und den Austausch untereinander bekommen. „Inspiration kuratieren“, nennt der Marketingmann Pohl das, „die Leute in einer reizüberfluteten Welt auf den Geschmack bringen“. Nach der Auftaktreihe der Beef Society sei eine „Christmas Edition“ in Planung, aber auch über mehrtägige Genussreisen werde nachgedacht. Allerdings, so Christian List: „Wir machen keine Kaffeefahrten!“

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