Stuttgarter Sommerfest

Bild: 7aktuell / Eyb

Die weißen Zelte stehen schon, der Veranstalter verspricht Genuss für alle Sinne vor der schönsten Kulisse der Stadt: Beim Flanieren und Dinieren auf dem 28. Stuttgarter Sommerfest, dem Höhepunkt des Stuttgarter Sommers vom 2. bis 5. August im Schlossgarten und auf dem Schlossplatz.

Die Gastronomen rotieren noch ein bisschen. Ist das Equipment für Küche und Lokal vollständig angeliefert, funktionieren die Anschlüsse, werden die bestellten Vorräte ausreichen und das gebuchte Personal pünktlich zur Stelle sein? Denn die Gaumenfreuden stehen neben der Musik auf fünf Bühnen im Mittelpunkt, seit bei der Premiere vor 28 Jahren der Anspruch auf Edel-Ambiente in Küche und Ausstattung erhoben und auch konsequent seither durchgehalten wurde. Nach der Parole: Wir können nicht nur Hocketse, sondern auch Party im Park.

Was also darf es sein? Ein gepflegtes Diner mit feinem Filet, Riesengarnelen, Wild und Pasta. Hummer gibt es natürlich auch. Oder ein Snack auf die Faust wie Flammkuchen, Pizza und Burger, preiswerter und bevorzugt vor allem von jungen Gästen, denen ein Platz in der Wiese oder auf den Stufen zum See für dieses Picknick genügt. Zur Auswahl stehen 30 Zelte und Verkaufsstände, die meisten von Gastronomen, die man als alte Sommerfest-Hasen bezeichnen darf. Wie Conny Weitmann, in diesem Jahr wieder auf dem Schlossplatz, Gosch-Sylt an vertrauter Stelle, Wildspezialitäten Göbel an der Jubiläumssäule, Messehotel Europe und Kongresshotel Europe, ebenfalls unverändert positioniert.

Dann im Oberen Schlossgarten als Platzhirsche Holger Looß mit seiner Dependance von der Empore Markthalle und der Fischhalle mit Austern- und Champagnerbar und, gleich daneben, Michael Wilhelmer vom Stuttgarter Stäffele, dem Bistro Ampulle und dem Stuttgarter Schlachthof mit drei Niederlassungen. Und auf der anderen Seite des Eckensees, ebenfalls schon lange auf die Plätze abonniert, Heller-Gastronomie oder das Ristorante Sardegna, die Pizzeria Kälberer und Pino Eventgastronomie mit italienischer Küche.

Aber es gibt immer einen Wechsel in der Gastronomie auf dem Sommerfest. Nachdem in diesem Jahr der Maultaschen-Spezialist Kächele und das Le Pastis abgesagt haben, kann Andreas Kroll, Geschäftsführer des Veranstalters in.Stuttgart, vier neue Gastronomen präsentieren: Giovanni Migliore vom Tower 66 Steakhouse & Bar in Böblingen, dessen Einsatz beim Weißenhof-Turnier Marcus Christen von in.Stuttgart besonders positiv auffiel. Dann Tobias Faude vom Bootshaus in Böblingen und Filomena Parrotta mit ihrer Feinbäckerei Dolce Forno GmbH in Tübingen.

Dabei wird die unter Wirten verbreitete Fama, dass eine Bewerbung fürs Sommerfest wegen der langen Warteliste wenig Erfolg verspreche, entkräftet: Für Filomena Parrotta hat die Bewerbung schon im dritten Jahr geklappt. Und bei Migliore und Faude kam das Angebot ins Haus. Dank bester Referenzen. „Wir sind immer mit den Wirten, auch in der Region, im Gespräch“, sagt Marcus Christen von in.Stuttgart. Zum Beispiel mit Jean-Remy Butterlin, der sich bereits seit Jahren an der Jubiläumssäule einen Namen gemacht hat und jetzt auf das Angebot vom Veranstalter, ob er auch einen zweiten Stand betreiben wolle, expandiert. Mit vollem Einsatz für Feinschmecker und einer Überraschung für Technik-Freaks.