Bilder: Lichtgut / Achim Zweygarth

Einmal pro Woche gibt es auf mahlzeit.city das Rezept eines Stuttgarter Profi-Kochs: Elke Wagner aus dem Ochsen in Uhlbach verrät uns heute das Rezept für ein Fastengericht, das sie mit ein bisschen Feldsalat und ein paar Sprossen ein bisschen aufpeppt. Ein Arme-Leute-Essen, das aber auch reichen Menschen schmeckt!

Die Zutaten

Die Linsen in der Milch kochen

Elke Wagner gibt die Haferflocken dazu

. . . und würzt das Ganze

Selbst ein Ochse kann­ ­anders. Die Schwestern Wagner legen immer großen Wert darauf, dass der Ochsen in Uhlbach das Erbe der Metzgerei in sich trägt und er deshalb auf jeden Fall ein Lokal bleibt, in dem es Fleisch zu essen gibt. Nach schwä­bischer Art wird das Tier natürlich komplett verwendet (Kutteln und saure Nierla!), aber natürlich gibt es wie immer im Leben auch eine Ausnahme.

Sellerie und Zwiebel andünsten

. . . und zur Masse geben

Abkühlen lassen und Eier dazu geben . . .

. . . und alles vermengen

In der Fastenzeit steht Beschränkung auf der Tagesordnung! Früher, erklärt Elke Wagner, sei es ja auch nicht üblich gewesen, jeden Tag Fleisch auf den Teller zu bringen. Die ­Fastenzeit dauert zwar 40 Tage, die Haferflockenküchle sollen aber auch nur als Huldigung aufgefasst werden. 40 Tage dauert die Fastenzeit übrigens, weil es in der Bibel gleich mehrere wichtige Dinge gibt: Jesus ging 40 Tage in die Wüste, um zu fasten, Moses war 40 Tage auf dem Berg Sinai, das Volk Israel zog 40 Tage durch die Wüste, und die Sintflut dauerte ebenfalls 40 Tage.

Abschmecken und mit Muskatnuss würzen

. . . dann in der Pfanne die Küchle formen

. . . und schön braun rausbraten

Dazu passt ein Kräuterjoghurt

Für die Menschen im Mittelalter war es in dieser Zeit verboten, Fleisch, Alkohol, Eier und Milchprodukte zu essen. Deshalb haben die Leute damals auch in der Fastnachtszeit vor dem Fasten fettige Süßspeisen wie Krapfen ­hergestellt, um ihre Vorräte aufzubrauchen. Heute ist das Fasten in vielen Varianten möglich, mit den Haferflockenküchle sei einfach mal daran erinnert. Wobei die so gut schmecken, dass dieses Essen eigentlich kein Verzicht ist.

Der Kochtipp

Köchin Elke Wagner ist unter die Keimer gegangen. Zu einem Essen wie den Hafer­flockenküchle mit grünem Salat passen frische Keime von  ­Mungobohnen, Radieschen oder ähnliche ganz hervorragend.

Der Weintipp

Sommelière Uta Wagner empfiehlt für die Fastenzeit ein alkoholfreies ­Getränk, zumindest ein bisschen was hat es aber mit Wein zu tun: der Trèjus (4,90 Euro) der Fellbacher Weingärtner. Ein aromatischer Saft von reifen Trauben, dem Verjus, Saft aus unreifen Trauben, zugegeben wurde – und dann noch prickelnde Kohlensäure. Eine nette ­Alternative zum Apfelschorle oder zum Wasser.

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