Bild: Recklies

Es liegt ihm im Blut! Stefano Esposito hat die Leidenschaft für die Gastronomie von seinem Vater geerbt. Jetzt  ist er von den Barracks, wo er für die amerikanischen Soldaten gekocht hat, auf die Waldau umgezogen. In eine frühere Kneipe. Doch so langsam merken die Leute, dass hier ein frischer Wind weht. 

Acht Monate ist das Vereinslokal der Sportfreunde Stuttgart auf der Waldau geschlossen gewesen, bevor Stefano Esposito und seine Ehefrau Elena Mitte dieses Jahres dem Gastronomiebetrieb neues Leben eingehaucht haben. Stefano Esposito, der vor der Übernahme des Lokals am Keßlerweg in den Patch Barracks amerikanische Soldaten mit italienischen Speisen verwöhnt hat, bietet nun unter anderem Spezialitäten aus der kampanischen Küche an.

Die Leidenschaft für die Gastronomie hat Stefano Esposito von seinem Vater Enzo geerbt. Dieser hatte mehr als 20 Jahre bis Anfang der 1990er Jahre das Restaurant La Taverna in Degerloch geführt, bevor dessen Bruder das Lokal übernahm.

Stefano Esposito hat sich ganz gezielt dafür entschieden, sich auf den Fildern selbstständig zu machen. Durch einen Freund war er auf das Lokal aufmerksam geworden, das zuvor – nach einem recht kurzen Gastspiel eines anderen Gastronomen – „rund acht Monate geschlossen war“, wie Stefano Esposito erzählt. In den zwei Jahrzehnten davor sei es „primär als Kneipe“ geführt worden, in die vor allem Kickers-Fans eingekehrt seien. Entsprechend schwierig sei es zunächst gewesen, den Leuten klar zu machen, dass das jetzt auf Peperoni getaufte Lokal ein Speiserestaurant ist.

„Wir etablieren uns langsam“, lautet Stefano Espositos Fazit nach fünf Monaten, und er verschweigt nicht, dass die Wochen nach dem Sommer nicht ganz leicht gewesen sind. Nur wenige hätten das Peperoni als Speiselokal auf dem Schirm. Neben Standard-Pastagerichten und Pizza, deren Teig mit Biomehl zubereitet wird, bieten Stefano Esposito und seine Frau Gerichte, „wie man sie in Kampanien kennt“, sagt der Koch: Spaghetti mit Venusmuscheln, Fisch – auch gegrillt – sowie die in Neapel gern gegessene Zuppa di Pesce mit frischen Meeresfrüchten. Dass er das Lokal Peperoni getauft hat, liegt nicht daran, dass er besonders scharfe Speisen im Angebot hat, sagt Esposito. Vielmehr wolle er sich von anderen Lokalen unterscheiden, die Namen wie Da Angelo oder Da Pino heißen. Grund: „In Italien haben Restaurants keine solchen Namen, sondern die Friseursalons“, sagt er schmunzelnd. Und Haareschneiden gehört nicht zum Angebot im Peperoni.