(c) Bild: Philipp Maisel

Ist es möglich, in einem großteils zugepflasterten Hinterhof im Stuttgarter Süden Gemüse zu züchten und sich zumindest temporär vom Gemüsehändler des Vertrauens unabhängig zu machen? Redakteur Philipp Maisel wagt den Selbstversuch.

Vor einigen Jahren gab es nicht wenige Experten die der Meinung waren, urbanes Gärtnern wäre eine modische Randerscheinung, die die nächste Dekade nicht überleben wird. Ähnlich war es einst mit dem Internet. Ergebnis bekannt. Das Internet ist zentraler Bestandteil unserer Kultur – und „Urban Gardening“ längst Mainstream. Überall in den Städten sprießt und wächst es, werden Brachflächen zu Beeten, wurden aus Einzelkämpfern und Schrebergärtnern eine Bewegung. Ich werden in den kommenden Monaten versuchen, beides zu vereinen – einen lebendigen Hinterhofgarten zu erschaffen und mit den gesammelten Erfahrungen hierzu das Internet voll zuschreiben.

Dabei verfolge ich weniger den idealistischen Ansatz. Ich will die Welt nicht verbessern. Aber ich möchte durch das Säen, Ernten, Kochen und Weiterverarbeiten für den Winter einen Realitätscheck durchführen, inwieweit man sich mit geringen Mitteln so lokal und saisonal wie möglich ernähren und von in Plastik eingeschweißten „Bio“-Waren aus Übersee unabhängig machen kann.

Dabei möchte ich so nachhaltig wie nur möglich vorgehen. Auf künstlichen Dünger, Torf-haltige Erde und soweit wie irgend möglich Wasser aus der Leitung werde ich verzichten. Die zur Verfügung stehende Fläche versuche ich so intensiv wie möglich zu nutzen. In den kommenden Monaten erfahrt Ihr an dieser Stelle, ob mir das gelingen wird. Alternativ könnt Ihr auf Twitter das Projekt über den Hashtag #Hinterhofgarten verfolgen, oder auf den mahlzeit-Kanälen auf Facebook und Instagram vorbeischauen.

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