Bild: Fritzsche

Der Gin-Hype und kein Ende: Nun brennen auch in Bernhausen zwei  Fans dieser Spirituose ihre eigene Marke. Der erste Gin von den Fildern kommt aus einem Wirtshaus, das zuvor auf Bier spezialisiert war – und erhält deshalb seine ganz eigene Note.

Im Schwanen-Bräu, dem Wirtshaus an der Bernhäuser Hauptstraße, steht eigentlich das Bier im Vordergrund. Aber mittlerweile hat sich auch eine Frau mit hochgesteckten Haaren und Brille etabliert: Emma heißt sie, und ihr Antlitz befindet sich auf dem Etikett des ersten Fildergins. „Emma ist der Name unserer Kellerkneipe“, erklärt Markus Reuss, er und Melanie Binder sind Geschäftsführer im Schwanen-Bräu. Da habe sich der Name angeboten für den ersten Gin. „Mit der Idee kam unser Braumeister Mark Schlaipfer um die Ecke“, erzählt Reuss. Bei den Gewürzen im Gin schließt sich dann auch der Kreis zum Bier wieder: Mit drin sind Aromahopfen, Malz und Kräuter.

Wer am Gin schnuppert, der riecht gleich den intensiven Kräuterduft, besonders Rosmarin ist deutlich zu erkennen. „Wir wollten den Gin regional verorten, mit einem direkten Bezug zu uns, dem Brauhaus“, erklärt Reuss. Der Gin ist ein weiterer Schritt im Vorhaben, möglichst viele Geschmäcker beim eigenen Getränkeangebot zu bedienen. Bisher gibt es verschiedene Biere, Pils und Weißbier sind im täglichen Einsatz, dazu kommen Saisonbiere wie etwa der Fastenbock oder der Maibock. Wer lieber Gin als Bier trinkt, der ist nun auch versorgt.

Dass die Brauanlage jetzt außer Betrieb gesetzt worden ist, hat aber nichts mit dem Fildergin oder seiner Beliebtheit zu tun: „Nach 31 Jahren hat die Anlage ausgedient“, sagt Markus Reuss, „es wird Zeit für eine neue, mit der man zeitgemäßer arbeiten kann.“ Die neue wird aber nicht mehr am alten Platz stehen: Derzeit entsteht ein Anbau, gleich neben dem Gebäude des Wirtshaus Schwanen-Bräu, das im September fertig sein soll. Ein neuer Haupteingang, neue Räume, etwa ein Partykeller und ein Festsaal, eine neue Brauerei und eine neue Küche. Der Bedarf nach größeren Räumen sei da: „Wir mussten schon mehrmals Veranstaltungen absagen, weil wir nicht genügend Platz hatten“, erklärt Melanie Binder. Darum nehmen sie noch eine Weile gern auf sich, dass von der Baustelle soviel Staub herüberweht, dass sie zweimal am Tag durchwischen müssen. Der neue Schwanen gehört mit zum Sanierungsgebiet Ortskern Bernhausen, die Sanierungen hier werden von der Stadt bezuschusst. „Das Äußere verändert sich, aber unser Wirtshaus bleibt dasselbe“, betonen Markus Reuss und Melanie Binder.

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