Bilder: Ines Rudel

In der Regel stehen die Innenstädte vor dem Problem, dass die Vielfalt auf der Strecke bleibt. In Kirchheim unter Teck  gibt’s nun das Gegenbeispiel: Ein neues Lebensmittelgeschäft ergänzt das Angebot in der Fußgängerzone mit Molkerei-Produkten. 

Insgesamt 70 Käse-Sorten hält Michael Klaschka in seinem neuen Laden Käse Michel in der Kirchheimer Max-Eyth-Straße bereit. „Viele Sorten hole ich selbst aus dem Allgäu, die stammen von kleineren Sennereien etwa aus dem Bregenzerwald oder der Gegend bei Obergünzburg“, erzählt der 55-Jährige. Auch Käse aus der Region, wie etwa von der Ziegelhütte in Ochsenwang findet sich in seiner Auslage, zudem gibt es Spezialitäten aus Frankreich, Italien, Belgien und Holland.

Ein großes Angebot an Käse

. . . und einige andere Produkte

Damit hat der Mann, der ursprünglich aus Weil der Stadt (Kreis Böblingen) kommt, seinen zweiten Berufsweg in der Kirchheimer Fußgängerzone eingeschlagen und sich gleichzeitig einen Wunsch erfüllt. Nach 30 Berufsjahren in der Elektronik-Branche ist es dennoch erst mal gewöhnungsbedürftig hinter einer Theke zu stehen. „Das ist ein ganz anderen Lebensgefühl. In den wenigen Wochen habe ich bereits ein paar Kilo abgenommen“, sagt Klaschka und lacht. Eröffnet hat er den Laden Ende September. Das Vorbild für den Käseladen, den manch einer in Kichheim wegen des Logos und der modernen Aufmachung für eine Kette hält, fand Klaschka im Urlaub im Allgäu. „Ich habe mich an einem Hofladen in der Nähe des Alpsees orientiert, von dem ich total begeistert war.“ Die großen Kühlschränke für die Käseräder habe er sich extra vom selben Hersteller anfertigen lassen.

Neben den Käse-Sorten, die sich im gehobenen Preisbereich befinden (100 Gramm kosten je nach Sorte zwischen 1,65 und 5,19 Euro) gibt es auch andere Molkereiprodukte, wie etwa Fassbutter, Joghurt und Quark. Klaschka setzt zudem auf Wein, Senf, Cracker und Essig.

Der Ladenbesitzer hat für seinen Neustart das ganze Gebäude gemietet. Zuvor war hier ein Backshop untergebracht. Der Käseladen dürfte die Fußgängerzone aufwerten, die immer wieder mit Leerständen, Filialisten oder Backshops, die wenig Flair bieten, zu kämpfen hat. Für Klaschka stand bei der Standort-Entscheidung die Kaufkraft im Vordergrund. „Diese ist hier vergleichsweise sehr hoch, das Umfeld attraktiv. Bestenfalls kann ich im nächsten Jahr in den oberen Räumen auch Degustationen anbieten“, verrät er einen seiner Pläne. „Aber wir machen alles Schritt für Schritt.“ Es ist ja schließlich eine Fußgängerzone.

Käse Michel
Max-Eyth-Straße 27, Kirchheim/Teck
Telefon: 07021/7399009

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